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REIT

REITs sind weltweit bereits in 20 Staaten tätig. Sie investieren in alle Arten von Immobilien und erzielen ihre Überschüsse überwiegend aus den Mieten der entsprechenden Liegenschaften. Der Einkommensstrom der Gesellschaften ist aufgrund üblicherweise langfristiger Mietverträge sehr stabil. Klassifiziert sich ein Unternehmen durch die Erfüllung bestimmter Kriterien als REIT, unterliegt er keiner Steuerpflicht, veranlagt wird dafür der Aktionär. Charakterisiert wird ein REIT darüber hinaus durch hohe Dividendenausschüttungen (80-90% des operativen Überschusses). Interessant als Anlageklasse sind REITs somit insbesondere für Investoren, die in Unternehmen mit stabilen Cashflows bei gleichzeitig langfristig moderaten Wachstumschancen investieren wollen.

In Deutschland wurden REITs im Jahr 2007 eingeführt. Unter das REIT-Gesetz fallen insbesondere Unternehmen, die sich auf den Erwerb, die Verwaltung und Verkauf von gewerblich genutzten Immobilien konzentrieren. Hierzu zählen Industrie-, Büro-, Einzelhandels- und Logistikimmobilien. Ein REIT-Portfolio kann inländische und ausländische Immobilien umfassen mit Ausnahme von Wohnimmobilien, die vor dem 1. Januar 2007 errichtet wurden. Den gesetzlichen Rahmenbedingungen zufolge ist ein Unternehmen als REIT qualifiziert und dementsprechend von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • REITs müssen langfristige Bestandshalter sein:

Grundsätzlich kann sich ein Unternehmen als REIT qualifizieren, wenn es die Erträge aus Vermietung/Verpachtung, dem Management sowie dem Kauf und Verkauf von Immobilien generiert. Um REITs von Immobilienhändlern abzugrenzen, darf höchstens 50% des Portfolios innerhalb von 5 Jahren veräußert werden

  • Ausschüttungsquote mind. 90%:

Diese Regelung orientiert sich an internationalen REITs, bei denen eine Ausschüttungsquote von 80-90% eines der wichtigsten Kriterien für die Anerkennung eines REIT-Status ist.

  • 75% Restriktion:

Das Vermögen eines REIT muss zu mindestens 75% aus unbeweglichem Vermögen bestehen. Ebenso müssen mindestens 75% der Bruttoerträge aus Vermietung, Verpachtung oder Veräußerungserlösen resultieren

  • Eigenkapitalquote mind. 45%:

Um einen REIT bilanziell auf eine solide Basis zu stellen, muss das Immobilienvermögen mit mindestens 45% Eigenkapital unterlegt werden

  • Zwingende Börsennotiz:

REITs unterliegen der Kontrolle des Kapitalmarktes. Dementsprechend ist für REITs zwingend die Notiz an einer deutschen Börse vorgesehen

  • Streubesitz:

Kein einzelner Aktionär darf direkt 10% oder mehr der Aktien eines REIT halten. Mindestens 15% der Aktien müssen sich im Streubesitz befinden. Zum Zeitpunkt der Börsenzulassung ist sogar eine Streubesitzquote von 25% erforderlich